Pfluger oHG
Mosisgreut
Bodnegg
kontrolliert
biologisch-dynamisch


Neues vom Acker

Entlang am Waldrand und an einem Fischteich vorbei führt der Weg auf eines der bewirtschafteten
 Mosisgreuter Felder. 
Im Moment sind dort große Vliese ausgelegt unter denen unter anderem Möhren-, Radieschen- und
 Salatpflänzchen wachsen.
Der März war sehr sonnig und im April wehte oft ein trockener kalter Nord-Ost-Wind.
Das Vlies schützt den Boden vor Austrocknung und die Pflanzen vor der Kälte.

Momentan steht die Jätarbeit an erster Stelle,
die sowohl von Hand als auch maschinell mit Pflegetraktoren ausgeführt wird. 
Es gibt unzählige Beikräuter/Wildkräuter, auch „Unkräuter“ genannt, 
die ein Biogärtner sehr gut kennen muss, wenn nicht sogar besser als seine Kulturpflanzen.    
Er beobachtet ihr Verhalten genau um im richtigen Moment das Richtige zu tun um ihr Wachstum 
zu regulieren damit die Kulturen ungestört gedeihen können. So ist es die Kunst des Biogärtner-Handwerks, 
stets für ein Gleichgewicht zwischen allen Faktoren zu sorgen die auf sein 
bewirtschaftetes Feld einwirken und mit ihnen sinnvoll umzugehen. Dies sind Faktoren der Lage und 
unmittelbaren 
Umgebung wie z.B. Wasservorkommen, Bewaldung, Witterungsbedingungen, vorkommende Pflanzen usw.
 So wird zum Beispiel Petersilie dort angebaut wo das Wasser eines nahegelegenen bewaldeten Hanges 
herabkommt um diese natürliche Feuchte optimal zu nutzen. Allein ein Stück Land auf die Bewirtschaftung 
vorzubereiten ist schon ein Eingriff in ein in sich geschlossenes funktionierendes System. Spätestens ab 
diesem Zeitpunkt hat ein guter Biogärtner Sorge dafür zu tragen, 
dass an dieser Stelle ein neues System entstehen kann das sowohl den Anbau unserer Nahrung möglich 
macht als auch, dass es der Erde an dieser Stelle gut damit geht. Vielfalt zuzulassen und mit Fingerspitzen-
gefühl zu regulieren ist hier entscheidend. Monokulturen und damit einhergehend eingesetzte Ackergifte und
 künstliche Dünger sind davon das genaue Gegenteil. Sie zerstören die Vielfalt und Lebendigkeit des Boden-s 
längerfristig, von den im Gemüse enthaltenen chemischen Abbauprodukten ganz zu schweigen.

Auffallend ist auch die große Anzahl von kleineren und größeren Steinen auf dem Feld. Sie hat einst ein 
Gletscher aus den Alpen kommend nach Mosisgreut getragen. 
Tagsüber werden sie von der Sonne erhitzt und geben ihre Wärme an die Gemüsepflanzen ab und haben 
auf sie die Wirkung kleiner Kachelöfen. Gemeinsam mit den Vliesen ist es so möglich, jetzt schon Freiland-
Radieschen anzubauen, die sich geschmacklich von Gewächshaus-Radieschen stark unterscheiden. 
Tausend Bund Radieschen sind in diesem Jahr geplant.

Auf dem Feld wo letztes Jahr Kleegras gewachsen ist, liegen jetzt Kartoffeln im Boden und ist Rote Bete 
gepflanzt. Unmittelbar daneben ist der große Komposthaufen mit 250 Tonnen Kompost. Er entstand aus 
Grünschnitt, der den Kompostwürmern als Futter dient. Ihnen verdankt man, dass hier Grünschnitt in
 einen fruchtbaren Ton-Humus-Komplex umgebaut wird der den Mikroorganismen und Lebewesen im 
Boden als Nahrung dient.


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