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Weihnachtsbrief 2023

Liebe Kundinnen und Kunden,

der Anbau von Freilandgemüse wird von Jahr zu Jahr spannender. Es ist vergleichbar mit einer Lotterie. Der Einsatz für Saat- und Pflanzgut, die Kosten für Energie, Maschinen, Düngemittel und Löhne sind gestiegen und die Wetterkapriolen werden extremer und intensiver.

Dennoch konnten wir mit großem Engagement und Glück eine üppige Ernte einfahren. Dank der von uns über Jahrzehnte biodynamisch gepflegten Böden konnten wir auch in diesem Jahr - trotz einer lange anhaltenden Nässeperiode im Frühjahr - wieder beobachten, wie die Saaten und Pflanzen in darauffolgender Hitze und mehrwöchiger Trockenheit die tieferliegende Feuchtigkeit in den Böden nutzen, keimen und kraftvoll weiterwachsen konnten. Immer wieder wird ersichtlich, dass die mit Kompost gedüngten, mit leichten Maschinen bearbeiteten Böden solche Extremwetterlagen weitgehend abpuffern und auch große Wassermengen einsickern lassen können, ohne dass Staunässe entsteht; die Regenwürmer und Mikrotierchen, die in diesem Boden aufgebaut wurden, erschaffen eine lebenskräftige und widerstandsfähige Lebendigkeit.

Nur den Kartoffeln ging es nicht so gut. Das Frühjahr war zu nasskalt und deshalb hatten sie erst mal keine Lust viele neue Knollen entstehen zu lassen. Der Ertrag war daher geringer als sonst.

Alle anderen Gemüse- und Kräuterkulturen ( ca. 70 verschiedene ) gediehen prächtig, ebenso auch die Felder mit Gründüngungspflanzen und Blühmischungen, die den Böden eine Ruhepause verschaffen.

Somit war es uns möglich, diesen Erfolg auch an unsere Kunden und Kundinnen
weiterzugeben. Unsere Preissteigerungen waren moderat und bei einigen Produkten (z.B. Möhren, Kohl, Salate, Rote Bete) konnten wir sogar die Vorjahrespreise halten. Ganz im Gegensatz übrigens zu den milliardenschweren Lebensmitteldiscountern, die trotz ihrer ständig stattfindenden Preiskämpfe ihre Preise zum Teil um 80 Prozent und mehr angehoben haben.

Die Stärken einer kleinteiligen, ortsangepassten, regionalen Lebensmittelproduktion zeigen sich in einer immer extremer werdenden Klimasituation deutlicher denn je.

Wir haben die der Finanzkrise geschuldeten Sparbedürfnisse unserer Kunden und Kundinnen dennoch deutlich zu spüren bekommen, uns aber auch sehr gefreut, dass uns gleichzeitig viele, die uns seit langem begleiten, auch weiter treu geblieben sind. Das hat unser Überleben abgesichert. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Nun ist auf den Feldern die Winterruhe eingekehrt. Die Lager sind noch gut gefüllt und wir sind mit Sortieren, Aufbereiten und Verkaufen beschäftigt. Das Wetter ist nicht mehr unser Taktgeber und die Spannung lässt langsam nach. Anbauplanungen fürs kommende Jahr beginnen in den Gärtnerköpfen zu rumoren und die leise Vorfreude auf die nächste Vegetationszeit keimt schon ganz langsam. Wir hoffen, dass der Anbau auch 2024 wieder gelingt und dass wir uns noch lange auf den fruchtbaren und lebendigen Feldern in Mosisgreut, die wir über Jahrzehnte mit viel Einsatz und Herzblut zu dieser außergewöhnlichen Qualität aufgebaut haben, hart arbeitend wohlfühlen dürfen.

Wir wünschen eine ruhige, erholsame und erhellende Zeit über die Feiertage. Frohe Weihnachten, Gesundheit und Freude im neuen Jahr!

Erhard Pfluger, Till Pfluger und das gesamte Acker- und Vermarktungsteam